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Rundschreiben 105

 

Einweihung der Primary in Chelewani - die 10. abc-Schule in Malawi [mehr...]

 

Rundschreiben 104

 

Der Bau der der Chelewani abc-Primary, unserer 10. abc-Schule, beginnt [mehr...]

 

Rundschreiben 103

 

Komplettierung des Tsogolo La Ana Schul-Zentrums mit der neuen Secondary in Mpemba [mehr...]

 

Rundschreiben 102

 

Kurzbericht 15. Malawi-Reise [mehr...]

 

Rundschreiben 101

 

Einweihung der 8. abc-Schule in Malawi [mehr...]

 

Rundschreiben 100

 

Primary, Preschool, Dalani Secondary, Chambala Primary und Chambala Secondary, der Erziehungsminister, Jean Ziegler und Fundstücke [mehr...]

 

 

 

 

News-Archiv [mehr...]

 

Rundschreiben 96

 

Essen, den 3.12.13

Prinz und Bischof Patrick Mnukruma
präsentiert Gospels und Wunder,
täglich ab 16.00 Uhr


 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer
der abc-Gesellschaft!

Dieses Angebot stand auf einem großen Transparent vor dem größten Hotel in Blantyre, Malawi. Gerne hätte ich ein paar Wunder erlebt, aber wissend, dass in der Regel Wunder etwas länger dauern, besonders in Afrika, habe ich mir das Eintrittsgeld gespart.
Im Lande ist mehr Wunderliches als Wunderbares zu sehen. Die Lebens- verhältnisse sind deutlich schlechter geworden, beonders sichtbar auf den Märkten mit viel mehr windschiefen Buden aus Pappe und ein paar Säcken, in den wachsenden Slums, in den Dörfern. Die Preise sind explodiert. Die Grund- nahrungsmittel für viele unerschwinglich. Hatten wir vor zwei Jahren für einen Zentner Zement 2500 Kwacha bezahlt, waren es jetzt 6500 oder für Wellbleche 3800 sind es jetzt 7250 Kw.
Alles was mit Metall zu tun hat - Fensterrahmen, Türklinken - oder mit Holz, oder mit dem Transport der Materialien ist atemberaubend. Seit die neue Präsidentin Joyce Banda 2012 den Kwacha vom Dollar abgekoppelt hat, ist der Währungsverfall dramatisch. Jetzt kostet 1 € 570 Kwacha, vor einem Jahr 300.
Übrigens, Kwacha bedeutet Morgendämmerung!
Die Bevölkerung wächst dramatisch. Als ich vor 6 Jahren zum ersten Mal in Malawi war, waren es 12 Mio Einwohner, jetzt sind es 15,88! Die Infrastruktur wächst nicht mit. Wasser, Elektrizität, Straßenbau, Gesundheit, schulische Bildung - alles liegt im Argen. Malawi fällt im Gegensatz zu einigen aufstrebenden afrikanischen Staaten zurück. In einer Zeitung stand, die Regierung steckt die Hände in die Taschen, wenn es um Schule und Gesundheit geht.
Hin und wieder sieht man einige Lichtblicke, einige ausländische Firmen etablieren sich und stellen ansehnliche Gebäude hin. Leuchttürme sind die völlig überzogenen Prunkgebäude der Chinesen, Parlament, Kongresszentrum, Sternehotel, das seit einem Jahr leer steht, weil sich kein Pächter findet.

 

Große Teile der Dörfer verslumt. Blanke Not.
Unserem kleinen Bauunternehmer Msangamsanga Constructers ging es an den Kragen. Er hatte 5 unserer 6 abc-Schulen in Malawi gebaut. Außer uns hatte er wegen der rapide gestiegenen Baukosten keine Auftragbeber gefunden. Er musste aufgeben. Wir hingen mit drin in dem Schlamassel. Materialien, die er für uns kaufte und wir bezahlt hatten, um die Lehrerhäuser für die Chambala Secondary zu bauen, wurden von den Lieferanten zurückgeholt. So wurde nur ein Lehrerhaus mit 2 Wohnungen fertig, das 2. halb.

Wir mussten noch einmal Material beschaffen und unseren Supervisor und die Chiefs bitten, das 2. fertig zu stellen. Ich habe den Verlust abgedeckt. Ende Dezember soll nun alles fertig sein. Die Schulbehörde hat sehr zu unserem Ärger deswegen die Registrierung der Schule und den Start für letzten September zurückgezogen und auf Januar verschoben. Dazu verlangten sie statt 2 Klos 4 und Kochplätze für jede Familie.

Die Kochhütten hatten sich unsere Lehrer bisher selbst gebaut. Also ab Januar ist alles fertig und die ersten Lehrer werden entsandt.


Unsere Kassiererin Frau Clasen und ich wurden in Chikhosi überaus freundlich und mit großem Hallo empfangen. Hunderte Kinder umringten uns. Es war nur mit Mühe möglich, durch sie hindurch zur Primary zu gelangen. Wir hatten 4 Fußbälle und 1000 Karamelriegel mitgebracht.
Der Schulleiter und die neun Lehrer sind mit der Kinderflut überfordert. Sie erinnern sich, wir hatten die Schule für 8 mal 40 Schüler also für 320 gebaut. Jetzt sind es 790! Allein im ersten Schuljahr sitzen 114 !!!! auf der Erde. Die Möbel mussten raus, weil sonst kein Platz für sie ist.


Nachdem nun mit den Chiefs, Lehrern und Eltern in der Secondary die Fertigstellung der Lehrerhäuser, das Finanzielle, der Schulbeginn, besonders auch das von den ´Ingenieuren ohne Grenzen´ geplante Wasser- und Elektrizitätsprojekt ausführlich besprochen und die Frageliste abgearbeitet war, mussten wir schnell nach Lilongwe zurück! Dort mussten wir den Bus nach Blantyre erreichen. Die Air Malawi hatte Konkurs gemacht. Also ging es abends 5 1/2 Stunden über Land. Schemenhaft sahen wir viele Dörfer ohne Licht vorbeirau- schen. Hin und wieder irgendwo ein Feuer.


Morgens früh zur Dalani Secondary. Auf dem Weg dorthin katastrophale Zustände!


Die Schule selbst hatte deutliche Gebrauchsspuren. Das Gute, bis auf drei wurden alle Kinder versetzt. Die staatlichen, externen Prüfungen für die Absolventen waren alle gut ausgefallen. Einer wurde sogar Bester der Provinz. Er bekam einen kostenlosen Uniplatz. Die Schulabgänger gehen jetzt, wenn finanziell möglich, zum College, werden Grundschul-Lehrer oder gehen in Handwerksberufe.
Die Schule hat jetzt mit den Neuzugängen 100 ‚Studenten‘, ab Januar erwartet der Schulleiter insgesamt 150.

 

Wir haben uns ausführlich mit den Waisen und Bedürftigen befasst. Frau Clasen hat alle 46 fotografiert. Sie wird die Fotos mit den Zeugnissen in Kürze den Schulgeldpaten schicken. Wir hoffen, dass Sie den Kindern treu bleiben und wenn möglich, wenn Ihr Patenschüler die Schule absolviert hat, einen „Neuzugang“ übernehmen. Das Schulgeld beträgt pro Jahr 120 Dollar. Das ist viel weniger als üblicherweise in anderen privaten und öffentlichen Sekundarschulen verlangt wird. Wir werden Mitte Dezember für die 46 Patenschüler 5520 Dollar Schulgeld überweisen.

Hoffentlich kommt nun ein besserer Kontakt zwischen Schülern und Paten zustande! Jedoch ein Brief nach Deutschland kostet 1 Dollar. Zuviel für sie. Familie Zobel und Dr. Müller hatten uns Briefe mitgegeben, dazu frankierte Umschläge. Das hat Begeisterung ausgelöst. In der Mittagspause kauften sich die Jugendlichen als Mittagessen Minitütchen mit Samen oder mit 10 - 12 Popcorns! Eine Handvoll! Eine 13-jährige kam auf mich zu und wollte mir davon etwas abgeben: „Du musst auch was essen!“ Abends im Hotel vor meinem wohlgefüllten Teller musste ich um Fassung ringen. Wir haben mit der Leiterin von Unicef Malawi darüber gesprochen, Antwort, ´das ist hier Realität´. Und ´gehen Sie zum World Food Programme oder zum Gender Ministerium, die haben für Waisen ein Cash-Transfer-Programme´. Hoffentlich können die Lehrer der Dalani da was erreichen. Am anderen Tag haben wir einzeln und zusammen mit den 5 Lehrern und dem Schulleiter gesprochen. Thema, wie können sie Schule besser und Lernen effektiver machen. Wie können Schüler besser gefördert und wie kann die Schule unabhängig werden uvam.

 

Danach haben wir uns um den Bau eines Kindergartens für Waisen gekümmert. Er soll der erste Schritt für ein Schulzentrum werden. Das jedenfalls ist der Traum von Mrs. Lucy und Mrs. Florence. Die beiden Damen haben einen kleinen Verein gegründet - Tsologo Laana - und arbeiten schon seit 4 Jahren mit und für Waisenkinder. Sie hatten im Süden von Blantyre von einem Chief ein kostenloses Grundstück für den Kindergarten bekommen. Wir waren von den Socken, es war ein unbebaubarer Steilhang mit dicken Felsbrocken! Also haben wir nach einigem Hin und Her zwei weitere Grundstücke besichtigt. Das erste war sehr groß und bestens geeignet, aber zu weit weg von den Dörfern, also zu weit für die Kleinen.

In Mpemba im ruralen Distrikt von Blantyre haben wir ein passendes Grundstück mit 1000 m 2 für 2200 Euro kaufen können. Umsonst war in der Umgebung von Blantyre nichts zu bekommen. Zum ersten Mal sind wir von unserer Devise, das Grundstück muss umsonst sein, abgewichen. Zwei Angebote von Baufirmen lagen vor, zu bis viel zu teuer. So haben wir ausführlich mit der Fa. Banda verhandelt, die uns die Dalani-Schule gebaut hatte.

 

Wir sind übereingekommen, einen Kindergarten mit drei Gruppenräumen, einer Küche mit Vorratsraum, einem Office und 2 Toilettenhäuschen zu bauen. Dazu ausreichend Kindermöbel, Schlafmatten und Möbel für die Erzieherinnen Wir kommen mit rd. 30 000 € über die Runden. Wir wollen noch Lern- und Spielmaterial beisteuern. Der Bau wird sofort begonnen, Ende März soll der Kindergarten seine Türen für 50 Waisenkinder und sehr Arme öffnen. Das Grundstück bietet reichlich Platz für Erweiterungen. Auf dem Nach- bargrundstück könnte die Primarschule entstehen.

Die beiden Damen wollen dort Hühner züchten, drei, vier Ziegen anschaffen und Gemüse anbauen. Tolle Idee für die Küche! Prima!

 

17 500 Euronen haben die Studenten der FH Köln mit der 2. BücherBörse- Köln zusamengebracht! Die halbe Miete!!! Tausende Bücher haben sie gesammelt, sortiert, mit Preisen versehen und an 2 Tagen verkauft! Eine tolle Leistung!

Dazu gab es Lesungen, Vorträge, Musik, Kinderveranstaltungen, Kaffee- und Kuchenbar ... Herzlichen Dank allen mithelfenden Studenten, allen voran Frau Kabongo, Frau Ercan und Herrn Klütsch, dem Spiritus Rector. Schulen haben Sponsorenläufe gemacht und für uns gesammelt, unsere treuen Mitglieder und Sponsoren haben gespendet! Allen ein herzliches Dankeschön!

Wenn Sie erleben könnten, wie froh, glücklich umd dankbar Schüler, Eltern und Lehrer dort sind! Ein Special Adviser der Präsidentin hat uns angesprochen und unser Engagement als herausragend gewürdigt und für den nächsten Besuch ein Gespräch mit der Präsidentin in Aussicht gestellt. Kann ja nicht schaden.

 

Unser ‚Supervisor‘ Patrick Themu berichtete von den abc-Schulen im Distrkt Dedza, auch Mkumphira sei völlig überfüllt, Makota sei bestens in Schwung, die Eltern der Schüler von Kasumbu hätten wegen der Schule ein Fest mit allem Drum und Dran gefeiert und ihn für die Wahl im März zum Parlamentsabgeordneten aufgestellt. Sie wären voller Freude und Dankbarkeit. Die beim vorigen Besuch mitgebrachen Solarlampen wären den Schülern eine große Hilfe. Auch in diesen Schulen seien die staatlichen Examen positiv verlaufen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der abc,
ich wünsche Ihnen, auch im Namen der Vorstandsmitglieder ein gutes, frohes Fest und ein Neues Jahr mit vielen besonderen Begegnungen und Eindrücken!

Signatur Kuhn
Ihr F.-J. Kuhn

 

[Impressionenaus Malawi Dezember 2013 ...]


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