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Rundschreiben 105

 

Einweihung der Primary in Chelewani - die 10. abc-Schule in Malawi [mehr...]

 

Rundschreiben 104

 

Der Bau der der Chelewani abc-Primary, unserer 10. abc-Schule, beginnt [mehr...]

 

Rundschreiben 103

 

Komplettierung des Tsogolo La Ana Schul-Zentrums mit der neuen Secondary in Mpemba [mehr...]

 

Rundschreiben 102

 

Kurzbericht 15. Malawi-Reise [mehr...]

 

Rundschreiben 101

 

Einweihung der 8. abc-Schule in Malawi [mehr...]

 

Rundschreiben 100

 

Primary, Preschool, Dalani Secondary, Chambala Primary und Chambala Secondary, der Erziehungsminister, Jean Ziegler und Fundstücke [mehr...]

 

 

 

 

News-Archiv [mehr...]

 

Rundschreiben 87

 

Essen, den 20.10.10

An die
Mitglieder,
Freunde und Förderer
der abc-Gesellschaft

 

Die 4. abc-Schule in Malawi

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der Bau der Kasumbu-Scondary abc-School steht kurz vor seiner Vollendung.

Bald kann unsere 4. Schule in Malawi eingeweiht werden. Das Dach ist noch zu zimmern,  die Fußböden zu  zementieren, die Wände zu verputzen.


Für die restlichen Arbeiten schicken wir jetzt die 5. Rate von 10 000 $ an unsere kleine Bauunternehmung, die Msangasanga Corporation ab. Jetzt müssen wir uns „nur“ noch um die Schulbänke und die Sekundar- Schulbücher, Hefte, Blöcke, Schreiber und die Bibliothek kümmern. Hoffentlich bekommen wir das Geld dafür - 8 000 € - bald zusammen. Wenn wir Glück haben, laden mich noch ein paar Schulen ein, um Schüler und Eltern für einen Sponsorenlauf für Kinder in Afrika zu begeistern. Die helfen sehr, neben unseren großherzigen Einzelspendern und Mitgliedern. Eine Schulbank für zwei Schüler kostet 40 € , für eine Klasse 800 €, Schulbücher für zwei Schüler 46 €, ein Klassensatz 920 €, ein Paket Hefte, Blöcke und Stift pro Klasse 280 €.

 

Es gibt –endlich – gute Nachrichten aus Malawi:
Das malawische Wunder:
Die Bauern, in der Regel Kleinbauern, die 90 % der Bevölkerung ausmachen und 75 % der landwirtschaftlichen Güter produzieren, erwirtschafteten frappierende Überschüsse. Nach den schlimmen Dürre- und Hungerjahren wurde die Maisernte vom Jahre 2005 von 1, 2 Millionen Tonnen in 2009 auf  3,7 Mio. Tonnen gesteigert!
Das Ergebnis: Keine Hungertoten mehr, der Handel  und das Transportgewerbe
kommen in Gang, Strassen werden gebaut, Überschüsse exportiert.

 

Der Hintergrund: Zunächst hatte der Präsident Mutharika die Hungersnot noch verschärft, indem er auf Anraten des Weltwährungsfonds zur Schuldentilgung die staatlichen Maisreserven verkauft hatte. Dann aber subventionierte er gegen den Willen von Weltbank und Weltwährungsfond, den Dünger und das Saatgut massiv. Ein Sack Dünger kostete statt 33 € nun 5 € und 1 Zentner Saatgut statt 75 €  nun 3,75 €. So konnten die Bauern wieder ihre Felder bestellen und durch den Dünger, nicht zuletzt durch üppige Regenzeiten,  viel mehr aus dem Boden holen.

Die Folgen für die Primärsättigung sind enorm, für die Staatskasse dramatisch. Jetzt ist kein Geld mehr da für Schulbau, Bildung und den Gesundheitssektor.

Noch eine  gute Nachricht:
Im Distrikt Kasungu in unmittelbarer Nähe zu dem Dorf Chikhosi, in dem wir unsere Chimbala-Primary abc-Schule gebaut haben, hat ein 14–jähriger Junge in seinem Dorf Masitala ´Licht aus Wind gemacht` und dem ganzen Land Hoffnung.

Bitte lesen Sie das Buch `Der Junge, der den Wind einfing´ erschienen im Irisiana Verlag 2010. Ein anrührendes Buch, das uns viel sagt über Sitten, Gebräuche, Lebensumstände, Not, Elend - aber auch über die Geschichte eines jungen Mannes, der allen Schwierigkeiten und Widerständen zum Trotz sein Schicksal, das seiner Familie, des ganzen Dorfes und vielleicht der ganzen Region veränderte.
Er baute mit Holz und Materialien von Schrottplätzen ein Windrad. Damit erzeugte er Strom, für eine Lampe, für ein selbstgemachtes Radio, das Aufladen von Batterien und später einer Wasserpumpe. Eine Sensation für die vielen Menschen, die ohne Strom leben müssen. Seine Mutter muss nicht mehr 2 Stunden am Tag Wasserholen, der Vater kann seine Felder bewässern und so zweimal im Jahr ernten! Er gilt jetzt als reich.

 

Ein Schlenker nach Bolivien:
Indigene Justiz – gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.
Präsident Morales, der 1. Indianer, der Präsident  eines Landes in Lateinamerika werden konnte, hat vor einem Jahr per Volksentscheid eine neue Verfassung auf den Weg gebracht. Dabei wird das (archaische) indianische Recht gleichrangig neben das allgemeinen Strafrecht und die Menschenrechte gestellt. Morales sah darin die Gerechtigkeit für bisher Benachteiligte. Die Folge: Nach altem Recht werden in den Dörfern jetzt sehr drakonische und brutale Strafen verhängt, wie z.B. Auspeitschen. Manche Auswüchse führen zur Lynchjustiz.


Ich berichte Ihnen das, weil ich Ende 80-Jahre durch unsere Alphabetisierungskampagne Victor Hugo Cardenas kennen gelernt habe. Später, als er der 1. indianische Vizepräsident Boliviens wurde, hatte ich wieder ein Gespräch  mit ihm über die Verhaltensweisen und Konsensfindungen der 36 indianischen Völker. Cardenas hatte das indianische Recht schon in die damalige Verfassung eingebettet, aber mit dem entscheidenden Zusatz: Es gilt die indigene Justiz, „solange sie nicht gegen die Verfassung und die regulären Gesetze verstößt.“


Der fehlt jetzt und Cardenas und Morales, beide Aymaras, liegen in Fehde!

Sehr geehrte Damen und Herren, ich hoffe es geht Ihnen gut und alle Menschen sind nett zu Ihnen! Bitte bleiben Sie uns gewogen und sagen Sie weiter, was wir tun und wie!

Herzliche Grüße!

Signatur Kuhn

F.-J. Kuhn

 

Darf ich Ihnen noch zwei Bücher empfehlen? Jean Ziegler, Der Hass auf den Westen, Bertelsmann (Ziegler, der ehem. Uno-Beauftragte für Welternährungsfragen schrieb uns, er bewundere die bedeutsame und erfolgreiche Arbeit der abc-Gesellschaft) und Volker Seitz, Afrika wird armregiert, dtv. Ein ehem. Diplomat mit 18 Afrika-Jahren.

 

 

 

 


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